Archiv vom Juni 2006

So wie es ist

Tony Parsons:
So wie es ist
Verlag Alf Lüchow, 2002
ISBN 3-932761-19-7
€ 14,90

Dialoge zum Wunder des Jetzt

Invitation to Awaken

Tony Parsons:
Invitation to Awaken
Inner Directions, 2004
ISBN 1-878019-21-X
€ 14,50

Embracing Our Natural State of Presence

Das Buch Karl

Karl Renz:
Das Buch Karl
J.Kamphausen Verlag, 1999
ISBN 3-933496-76-4
€ 16,50

Erleuchtung und andere Irrtümer

Being: The Bottom Line

Nathan Gill:
Being: The Bottom Line
Non Duality Press, 2006
ISBN 978-0-9551762-2-7
€ 12,50

Frauen, die schreiben, leben gefährlich

Stefan Bollmann:
Frauen, die schreiben, leben gefährlich
Elisabeth Sandmann Verlag, 2006
ISBN 3-938045-08-6
€ 19,95

Viele, sehr viele schreibende Frauen sind im Laufe der Jahrhunderte verzweifelt, haben sich das Leben genommen oder jedenfalls mit diesem Gedanken gespielt. Warum ist das so?

Elke Heidenreich schreibt in ihrem sehr lesenswerten Vorwort zu diesem Buch:

“Frauen regeln den Alltag von Männern, damit diese schreiben […] können. Wer regelt eigentlich den Alltag von Frauen?”

und

“… es sind immer noch meistens die Frauen, die den Alltag bewältigen, die Kinder großziehen, den Haushalt führen, und sie wollen natürlich als Frau auch noch gefallen und geliebt werden, und gleichzeitig wollen sie leidenschaftlich brennen für ihr Werk, intensiv leben für ihre Arbeit, und dass dieser ganze Wahnsinn nicht auszuhalten ist, dass diese zermürbenden Widersprüche zur Katastrophe führen müssen, das merken sie, wenn sie alt, einsam, verlassen, krank, drogensüchtig, Alkoholikerin, verrückt, weggesperrt […] sind oder kurz vorm Selbstmord stehen.”

Beispiele dafür findet Stefan Bollmann reichlich! In seiner Einführung zeichnet er die Entwicklung der schriftstellerischen Mõglichkeiten von Frauen im Laufe der Zeit nach. Es folgen sieben Kapitel, in denen er uns, beginnend mit Hildegard von Bingen, Schriftstellerinnen vorstellt, die als beispielhaft für die jeweilige Epoche gelten können. Ein kurzer Einblick in ihr Leben und Werk, jeweils illustriert mit einem Porträt und vielfach auch mit der Abbildung einer Manuskriptseite oder eines Buchcovers, macht neugierig, sich einmal näher mit dem Werk der Vorgestellten zu beschäftigen.

Schade nur, daß diesem interessanten und so schön gestalteten Buch ein Index fehlt!

Das ist es

Tony Parsons:
Das ist es
J.Kamphausen Verlag, 2004
ISBN 3-933496-86-1
€ 18,-

Es war eins der ersten Bücher, das ich zum Thema Non-Dualität gelesen habe. Inzwischen habe ich mehr als ein Dutzend weitere (s.a. Advaita) geradezu “verschlungen” - dieses Buch von Tony Parsons ist aber, neben Zum Traum erwachen von Leo Hartong, ein Lieblings­buch geblieben.

Es enthält Transkriptionen von Gesprächen, die Parsons in den Jahren 2001 / 2002 angeboten hat. Gleich zu Beginn des ersten Treffens sagt er

“Alles, was hier wirklich passiert, ist, daß wir als Freunde beisammen sind, die sich an etwas erinnern. […] Und die Natur dessen, was wir für verloren halten, ist gegenwärtiges Gewahrsein.”

Was er darunter versteht, das erläutert der Autor in immer neuen Worten und doch zu immer Demselben hinführend, vor allem in Form von Antworten auf Fragen der Teilnehmer. Und so wird nach und nach deutlich, worum es geht, nämlich -

Wenn sich das so einfach in einem Satz zusammen­fassen ließe… Ich versuche es erst gar nicht - bitte lesen Sie doch das Buch!

Monet

Doris Kutschbach:
Monet
Prestel Verlag, 2006
ISBN 3-7913-3550-2
€ 29,95

Noch ein Bildband über Monet und seinen Garten, gibt es denn davon nicht schon genug?

Vielleicht - aber dieser hier ist anders als alle, die ich bisher gesehen habe. Zwar bildet auch hier der Garten von Giverny den Schwer­punkt, das aber vorwiegend deshalb, weil er eben im Zentrum von Monets Leben und Werk stand.

Die Autorin beschreibt in kurzen Abschnitten das Leben des Malers, wobei die Texte durch eine Fülle von wunder­schönen Blumen- bzw. Gartenfotos, historischen Fotografien, Reproduktionen von Monets Werken sowie Fotos der Wohnräume illustriert werden.

Das Layout ist für altmodische Augen wie die meinen etwas gewöhnungs­bedürftig: oft sind Fotos sozusagen in die Reproduktionen hineingedruckt, so daß diese teilweise verdeckt werden. Allerdings erleichtert das den direkten Vergleich zwischen gemalten Blumen und ihren Vorbildern und hat daher durchaus seine Berechtigung!

Ergänzt wird das Ganze durch eine handvoll Rezepte aus den “Carnets de Cuisine” der Familie Monet, eine Kurz-Biografie, Tips für die Reise nach Giverny und schließlich eine kommentierte Literaturauswahl. Schön!

Der Familienplanet

Uwe Wittstock:
Der Familienplanet
Wilhelm Heyne Verlag, 2006
ISBN 3-453-40456-4
€ 6,95

Warum hat mir nur noch niemand von diesem Buch erzählt? Schließlich ist es schon seit 2 Jahren auf dem Markt!

Trotzdem bin ich erst jetzt auf die gerade erschienene Taschenbuchausgabe gestoßen, hab sie gekauft - und im Laufe des folgenden Nachmittags, oft laut lachend, von vorne bis hinten durchgelesen!

Ja, genau so ist es, das Leben mit Kindern. Sehr treffend und umwerfend komisch beschreibt Uwe Wittstock sein/unser Familienleben. Wohltuend und tröstlich!

Mein Garten(Buch)

Jamaica Kincaid:
Mein Garten(Buch)
Heinrich & Hahn Verlag, 2005
ISBN 3-86597-033-8
€ 18,90

Sie liebt Gardens Illustrated!! Das allein genügt schon, um mir Jamaica Kincaid selbst und ihr Buch sympathisch zu machen.

Aber das ist ja nur eine Kleinigkeit und es gibt genug andere Gründe, ihr Buch allen Gartenliebhabern wärmstens zu empfehlen. Auf liebenswert chaotische Weise und mit viel Selbstironie schreibt sie über alles, was in ihrem Leben mit “Garten” zu tun hat. Das ist offenbar eine Menge und so ist das Buch prall voll mit Berichten von eigenen gärtnerischen Erfahrungen, Pflanzenbeschreibungen, Erinnerungen an ihre Kindheit in der Karibik, Lesefrüchten, Anekdoten und und und…

Über all das schreibt die Autorin so frisch und lebendig, daß man beim Lesen das Gefühl hat, sie erzähle es jedem einzelnen von uns Gartenfreunden ganz persönlich!

[Näheres zu Jamaica Kincaids Leben und Werk (und wie sie zu ihrem ungewöhnlichen Namen kam) finden Sie z.B. hier.]

Italienische Küche


Daniela Borgnolo:
Meine italienische Küche
Die besten Rezepte aus der Trattoria Romagnola
Dorling Kindersley Verlag, 2006
ISBN 3-8310-0797-7
€ 19,90

Zwei Koch­bücher (hier das andere) aus dem selben Verlag, im gleichen Jahr erschienen und zum selben Thema - italienische Küche - und doch so grund­verschieden!

Das Eine sehr gediegen, im Coffee-Table-Book Stil, die abgebildeten Gerichte auf festlich gedecktem Tisch: so präsentiert Daniela Borgnolo das, was sie selbst gern mag und in ihrer Trattoria den Gästen anbietet. Das Andere eher salopp, mit auch appetit­anregenden, aber nicht so “edlen” Fotos von Jamie Olivers kulinarischen Entdeckungen auf einer Italien­reise. Eines geschrieben von einer seit vielen Jahren in Deutschland lebenden (Nord-)Italienerin, das andere von einem nach (Mittel- und Süd-)Italien gereisten Engländer (na ja, nicht irgendein Engländer…).

Kann man die beiden Bände überhaupt vergleichen? Ja und nein! Viele “klassische” Rezepte finden sich natürlich in beiden Büchern, das Grund­rezept für Risotto zum Beispiel ist bei den beiden praktisch identisch! Dann aber, wie schön, folgen Variationen, die sich wunderbar ergänzen. Jamie Oliver macht auf gewohnt lockere Art ein paar mehr Worte darum, und er möchte seinen Lesern nicht nur das Essen, sondern gleich­zeitig noch die italienische Lebensart nahe­bringen. Aber auch Daniela Borgnolo erklärt alles ganz genau, spart nicht an hilf­reichen Tips und empfiehlt jeweils noch den passenden Wein.

Sie haben die Wahl und können gar nichts falsch machen: beide Kochbücher sind eine lohnens­werte Anschaffung für alle Fans der italienischen Küche!

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