Archiv der Kategorie 'Für Eltern'


Sohntage


Philip Waechter:
Sohntage
Beltz & Gelberg, 2008
ISBN 978-3-407-79369-0
€ 9,90

Schon der Titel ist doch einfach unwiderstehlich!

Szenen aus dem Leben eines "neugeborenen" Vaters, fast eine Art Tagebuch der ersten gemeinsamen Jahre, hat Philip Waechter uns mit diesem Bilderbuch geschenkt. Und erinnert uns Leser mit seinen wunderschön zarten Zeichungnen an das, was wohl alle Väter / Eltern so oder so ähnlich erlebt haben.

Ein "Geschenkbuch für werdende Vöter" meint der Verlag, und das ist sicher nicht falsch. Aber ganz sicher ist es auch ein sehr schönes Geschenk für alle Väter, die diese ersten Jahre mit ihrem Nachwuchs schon eine Weile hinter sich haben und sich mit ihren eigenen Erfahrungen hier wiederfinden können!

Die Königin der Farben

Jutta Bauer:
Die Königin der Farben
Beltz & Gelberg, 1998
ISBN 978-3-407-79221-1
€ 11,-

Dieses Buch ist nun wirklich nicht mehr neu - aber das ist ja kein Grund, es nicht hier vorzustellen, denn für mich war es gestern eine Neuentdeckung: Malwida, die Königin der Farben.

Eine wahre Königin: wohl beleibt und zufrieden mit sich und der Welt, ruft sie ihre Untertanen, die Farben, genießt ihre Eigenarten und befiehlt ihnen nach Gutdünken. Lange scheint das gut zu gehen - doch dann kommt es zum großen Streit und die Farben… aber wie es weiter geht, das müssen Sie schon selber herausfinden!

Ein wunderschönes kleines Bilderbuch für Menschen jeden Alters!

KinderKinder


Lucie Hillenberg:
KinderKinder
Haupt Verlag, 2006
ISBN 3-258-07105-5
€ 29,90

“Sammelsurium mit Tipps & Hits zum Werken & Wirken mit kleinen Kindern” nennt sich dieses dicke Ringbuch mit - ja wieviele Seiten mögen es wohl sein? Es gibt nämlich weder Seitenzahlen, noch ein Inhaltsverzeichnis im üblichen Sinne. Ob man damit überhaupt etwas anfangen kann?

Kurze Antwort: Ja, man kann!

Längere Antwort: Man kann sogar sehr gut! Denn die, laut Einleitung, einige hundert Ideen, die in diesem Ordner gesammelt sind, wurden mit Hilfe eines Registers sortiert in neun Gruppen: zum Beispiel “Kleben Kneten Spachteln”, “Stecken Nageln Fädeln” oder auch “Lieder Verse Streichelspiele”. Haben Sie schon eine Vorstellung, auf welche Art Sie mit den Kindern arbeiten wollen, dann finden Sie beim Durchblättern des entsprechenden Kapitels jede Menge schöner Ideen.

Oder sind Sie gerade ganz offen für Anregungen jeder Art? Dann blättern Sie einfach nach Lust und Laune, werden auch so ganz sicher fündig und basteln mit Ihren Kindern vielleicht ein “Wunderglas”, legen Bilder mit selbstgemachten Knopfmagneten auf einem Blech oder erforschen die Töne von Klang-Ballonen.

Die “fehlenden” Seitenzahlen sind übrigens Programm: so kann jeder Benutzer die Seiten nach seinen Vorlieben umsortieren und mit eigenen Ideen ergänzen. Ein richtiges “Arbeitsbuch” eben!

Jeder ist ein Künstler


Christine Richter:
Jeder ist ein Künstler
Prestel Verlag, 2005
ISBN 3-7913-3406-9
€ 24,95

Und noch so ein wunderschönes Buch, das ich Ihnen ans Herz legen möchte, selbst wenn Sie nicht vorhaben, selbst künstlerisch “aktiv” zu werden!

20 Jahre Erfahrung spiegeln sich in diesem Band wider, Christine Richters Erfahrung aus der künstlerischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Nun aber möchte die Kunstpädagogin auch uns Leser dazu anregen, eigene Erfahrungen im Umgang mit ganz verschieden Materialien zu sammeln. Und uns mit Hilfe der 30 hier vorgestellten Techniken dabei unterstützen, unsere Erlebnisse, Gefühle oder Erkenntnisse im Bild auszudrücken.

Das benötigte Material wird aufgelistet, ein oder mehrere Blätter illustrieren in Kursen entstandene Ergebnisse. Und kurze Erfahrungsberichte ergänzen nicht nur die Beschreibungen der jeweiligen Technik, sondern machen auch gleichzeitig Mut, nicht bei den ersten Schwierigkeiten aufzugeben!

Das große Ferien- und Freizeitbuch

Anne und Peter Thomas:
Das große Ferien- und Freizeitbuch
Verlag Freies Geistesleben, 2006
ISBN 3-7725-1611-4
€ 25,-

Wie schön, hier ist es ja alles drin: Schiffe versenken, Murmelspiele, Wind- oder Wasser­räder bauen, all die einfachen und schönen Spiele, die schon wir Eltern in unserer Kind­heit gespielt haben! Und auch Stern­bilder beschreibt es, erklärt, wie man das Wetter vorher­sehen kann, wie man mit einem Kompaß umgeht und und und.

Aber ich sollte das Buch “ordentlicher” beschreiben, denn schließlich ist es selbst sehr sinnvoll und hilfreich geordnet. Also: den Anfang machen Tips zur Urlaubs­vorbereitung inklusive einer umfang­reichen Check­liste. Es folgt ein Kapitel über das Wetter, dann mehrere über verschiedenste Aspekte der Natur und wie man sich darin orientieren kann. Schließlich kommen die Spiele dran, angefangen mit solchen für unterwegs, dann jede Menge für drinnen und draußen und auch Basteleien, meist mit Natur­materialien. Den Abschluß bildet ein Kapitel mit Liedern.

Die Autoren schreiben selber im Vorwort: es ist nichts Neues, was in diesem Buch steht. Aber es faßt all das, was eine Familie zur Freizeitgestaltung gut brauchen kann, so praktisch zusammen. Uns jedenfalls wird es ganz sicher in den Urlaub begleiten!

Der Familienplanet

Uwe Wittstock:
Der Familienplanet
Wilhelm Heyne Verlag, 2006
ISBN 3-453-40456-4
€ 6,95

Warum hat mir nur noch niemand von diesem Buch erzählt? Schließlich ist es schon seit 2 Jahren auf dem Markt!

Trotzdem bin ich erst jetzt auf die gerade erschienene Taschenbuchausgabe gestoßen, hab sie gekauft - und im Laufe des folgenden Nachmittags, oft laut lachend, von vorne bis hinten durchgelesen!

Ja, genau so ist es, das Leben mit Kindern. Sehr treffend und umwerfend komisch beschreibt Uwe Wittstock sein/unser Familienleben. Wohltuend und tröstlich!

Sehreise

Elisabeth Walder, Beatrice Zschokke:
Sehreise
Haupt Verlag, 2006
ISBN 3-258-07008-3
€ 32,-

Eigentlich sollte dieses Buch von einer (Kunst-) Pädagogin vorgestellt werden, die gleichzeitig auch über ihre Erfahrungen mit dem hier beschriebenen Malatelier berichten könnte. Oder, noch besser: das Buch würde zur Pflichtlektüre an allen Kindertagesstätten und Schulen erklärt und man müßte es gar nicht mehr vorstellen, weil es jeder, der beruflich mit Kindern und Kunst zu tun hat, schon kennt und Malateliers überall zur Verfügung stehen!

Ich jedenfalls hätte meinen Kindern eine Kita oder eine Schule gewünscht, an der es ein Malatelier gibt - es muß toll sein, unter solchen Bedingungen malen zu dürfen! Da es aber so etwas leider nur an wenigen Schulen gibt, bleibt interessierten Eltern nur die Möglichkeit, ihren Kindern ähnliche Bedingungen im kleinen Rahmen zu Hause zu schaffen.

Worum es eigentlich geht? Es geht darum, “In Kindern Malfreude [zu] wecken”, wie es im Untertitel heißt. Und das geschieht mit Hilfe eines sogenannten Malateliers. Das Wesentliche daran ist es, keinerlei inhaltliche Vorgaben zu machen und sich jedes Kommentars zu enthalten. Weder Lob noch Kritik darf geãußert werden, damit die Kinder wirklich ganz unbeeinflußt und frei genau das malen, was sie aus sich heraus malen mõchten. Damit die Künstler sich voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren kõnnen, auch das ist ganz wichtig, steht eine Betreuungsperson bereit und kümmert sich ausschließlich darum, für optimale Arbeitsbedingungen zu sorgen (z.B. Farbtöpfe nachfüllen oder Pinsel säubern).

Die Theorie dahinter können Sie im Buch von Elisabeth Walder und Beatrice Zschokke nachlesen, die 30 Jahre Erfahrung mit Malateliers haben. Und einen sehr guten Eindruck davon, was sich dort entwickeln kann, vermittelt die beiliegende DVD: nachdem ich die angeschaut hatte, hätte ich am liebsten gleich selbst ein Atelier eingerichtet - und angefangen zu malen…

Die Welt der namenlosen Dinge

Daniela Rossi:
Die Welt der namenlosen Dinge
Antje Kunstmann Verlag, 2006
ISBN 3-88897-407-0
€ 14,90

Viele Bücher wurden schon geschrieben über außergewöhnliche Menschen, die durch ihr Stehvermögen berühmt geworden sind. Sei es, daß sie in schweren Zeiten oder sogar trotz Verfolgung zu ihrem Glauben standen, sei es, daß sie gegen alle Vernunft bei ihren Überzeugungen blieben. Eindrucksvoll - aber irgendwie ziemlich weit weg!

Doch gibt es nicht auch Menschen wie uns, wie Sie und mich, die in ïhrem “ganz normalen” Leben konsequent zu etwas stehen und dafür Anerkennung verdienen? Vielleicht kennen Sie ja so jemanden persönlich - in Büchern kommen diese Menschen allerdings eher selten vor!

Deshalb möchte ich Ihnen hier keine Biografie eines dieser beeindruckenden moralischen Giganten vorstellen, sondern die Geschichte einer Mutter und ihres taub geborenen Sohnes, die gerade in diesen Tagen erschienen ist.

Lesen Sie, wie diese engagierte und streitbare Frau sich gegen die sogenannten Experten durchsetzt, wie sie Wege sucht, ihrem Sohn ein “normales Leben” zu ermöglichen. Anfeindungen, Einsamkeit, auch eine Ehekrise sind der Preis, den sie in Kauf nimmt. Aber sie läßt sich trotz aller Zweifel nicht davon abbringen, im Interesse ihres Kindes diesen Weg zu gehen.

Ob der gewählte Weg richtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen - die Haltung dieser Mutter aber finde ich in jedem Fall bewundernswert!

Kinder können mehr

Fee Czisch:
Kinder können mehr
Antje Kunstmann Verlag, 2005
ISBN 3-88897-387-2
€ 22,-

Anders lernen in der Grundschule.